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Hola mundo!

Da bin ich wieder!

 

Viel passiert in der Zwischenzeit. Ich habe jetzt bei Rewe angefangen und belege nebenbei einen Spanischkurs. Ich hab nämlich ein richitg gutes Institut auf ebay.de gefunden, was einem Sprachkurse vermitteln kann. Meine Eltern sind sogar auch langsam wieder am einkriegen, weil sie wieder den Hoffnungsschimmer sehen, dass doch noch was wird aus ihrer Tochter. Auch wenn meine Mutter panisch vor Angst ist und jeden Tag tausend Artikel über Buenos Aires mitbringt und wie man sich am besten schützt. Ich sehe das alles etwas entspannter, da ich eh erst in einem halben Jahr fliegen kann – wozu sich jetzt schon so stressen?

Der Job ist, wie ich mir dachte, sehr ermüdend und ich kann mich nur mit mühe und not bei Laune halten. Die eine Kollegin, die mich auch einarbeiten musste ist immerhin ganz cool. Nicht so wie die Abteilungsleiterin. Die hat echt en Ding an der Schüssel. Mit Katie läuft es inzwischen auch schon besser. Ich versuche auch zurzeit echt zu jeder Bandprobe zu kommen und Engagement zu zeigen. Ich glaub sie honoriert das. Über Argentinien reden wir beide gar nicht mehr, sie weiß zwar von meinem Spanischkurs aber mehr nicht. Ich kann ihren verletzten Blick nicht ertragen, sobald das Thema darauf fällt. Aber so was gehört wahrscheinlich dazu zum Erwachsenwerden. Das Nimmerland ist eben auch nicht mehr ganz das, was es mal war.

Ich freu mich auf jeden fall auf das ganze geile Essen da und ich will unbedingt Tango lernen. Vielleicht gibt es ja auch noch einen heißen Lehrer dazu, der mir zeigt, wie man mit den Hüften schwingt. Die Tage werde ich mich bei verschiedenen Gastfamilien über die eine Internetseite informieren, planen muss ich ja schon langsam. Alles zurzeit sehr aufregend in meinem Leben, Leute!

 

Sobald ich wieder mehr Zeit habe, schreib ich euch was!

Hasta la vista!

18.10.12 21:38, kommentieren

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Lotterleben, ahoi!

So...schon lange nichts mehr von mir hören lassen.

Aber so ein Schmarotzerleben kann schon ganz schön ermüdend sein. Tag ein Tag aus, lange schlafen, spät ins Bett gehen, feiern, keine Schule mehr haben. Aber ich muss mir echt langsam mal das Rauchen abgewöhnen, oder zumindest einschränken. Ich kling schon wie ein asthmakrankes Nilpferd. Also ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass es so klingen würde. Außerdem geht Rauchen auch ganz schön ins Geld. Ich muss nämlich endlich mal anfangen zu sparen. Nächste Woche fang ich im Konsumland Rewe an, sortiere Kisten und ordne Lebensmittel – ein Träumchen vom Bäumchen. Doch ich sehe nur die vielen Scheinchen, die ich in meine Finger bekomme. 13€ die Stunde sind es wert sich diese hässliche rote Arbeitskleidung überzuziehen und alten Omas beim Suchen nach Katzenfutter behilflich zu sein. Doch natürlich soll dies nicht zu meinem Lebensinhalt werden. Eine kurzer Zwischenstopp auf meiner Reise. Mehr nicht. Ich weiß nämlich, was ich endlich tun will. Also ich weiß es immerhin für die nächsten zwei Jahre. Weiter will ich auch gar nicht voraus planen, so ein Mensch bin ich nicht und werde ich auch nie sein. Ich habe mich entschieden ins Ausland zu gehen. Nach Buenos Aires. Ich wollte schon immer mal nach Argentinien und sowieso der ganze südamerikanische Kontinent reizt mich. Außerdem soll spanisch lernen auch gar nicht so verkehrt sein, habe ich gehört. Dafür muss ich jetzt aber einiges tun. So ein Flug bezahlt sich schließlich nicht von selbst und meine Eltern sind nun auch keine goldscheißenden Esel. Das einzig blöde ist Katie, sie denkt jetzt ich würde planen, sie und die Band im Stich zu lassen. Dabei geht es doch hier um was völlig anderes, versteht ihr? Außerdem, wieso kann man nicht noch in zwei Jahren erfolgreich werden und befreundet sein. Freundschaft muss doch so ein geographisches Hindernis überwinden können. Naja, ich hoffe das wird wieder. Ich muss jetzt erst mal was essen gehen.

Ich melde mich!

10.10.12 19:55, kommentieren

Wie die Ella fett wurde.

Hey, Leute!

Ich dachte mir, ich schreib hier auch mal was rein.

Manche erkennen mich vielleicht auf dem Bild... vielleicht auch nicht. Wer den Kulturteil letzte Woche in der Süddeutschen gelesen hat, könnte eventuell auf den Artikel über meine Band gestolpert sein. Fette Ella ist der klangvolle Name und ich muss sagen, wir haben es einfach drauf. Ich spiele Bass und ab und zu singe ich auch mal, aber eigentlich ist Katie unsere Frontsängerin, die auch verdammt gut Gitarre spielen kann. Gegründet haben wir die Band damals zusammen – ein Anflug vom pubertären Rebelliondenken, ihr versteht schon. Die Eltern kotzen einen an, alles läuft einfach nur scheiße, auf Schule hat man keinen Bock und da tut sich der verheißungsvolle Punk auf und nimmt einen gefangen. Katie und ich sind voll durchgedreht. Abgewetzte Kleidung, Piercings, Tattoos. Frisuren im fliegenden Wechsel. Unsere Familien hatten es schon nicht leicht mit uns. Was rundet das Bild da noch mehr ab, als die Gründung einer eigenen Punkband? Am Anfang nannten wir uns noch Käseragout. Aber irgendwann kommt man an einen Punkt im Leben, wo man sich auch mal weiter entwickeln will und da wir unsere damalige Klassenkameradin Ella so gut leiden konnten und sie minimal an Übergewicht litt, dachten wir uns den Bandnamen ihr zu widmen. Mittlerweile haben wir echt unseren eigenen Sound gefunden und auch wenn die Schlagzeuger ab und zu mal wechseln, bleiben ich und Katie voll dabei und inzwischen ist es mehr als eine Revolte, ein Hobby geworden. Wir kriegen immer mehr Auftritte und die Medien werden langsam aufmerksam auf uns. Ich muss sagen, so hauptberuflich Bassistin in einer Punkband zu sein reizt mich immer mehr... aber wir wissen, dass Fette Ella erst ganz am Anfang ist und wir noch einiges tun müssen, um so weit kommen zu können. Jetzt bin ich erstmal aus der Schule raus und das Leben kann beginnen! Ich melde mich sobald es Neuigkeiten aus dem Hause Ella gibt.

Bleibt geschmeidig, die Clara.

1.10.12 11:18, kommentieren